Weihnachtliche Stimmung für die Adventszeit

Die Adventszeit steht bevor: In knapp einer Woche ist es soweit und wir können schon die erste Kerze am Adventskranz anzünden. Seid Ihr schon in vorweihnachtlicher Stimmung? Habt Ihr schon einen Adventskranz, einen Adventskalender oder vielleicht auch die ersten Plätzchen gebacken? Oder lässt die Weihnachtsstimmung kurz vor der Adventszeit noch auf sich warten? Dann bringen wir Euch nun ein bisschen in weihnachtliche Vorfreude mit einigen Eindrücken aus historischen Zeitungen aus dem Jahr 1947.

„Was schenkt man sich in Berlin? – Weihnachtsangaben Marke Heimarbeit“*

*(Neues Deutschland, 24.12.1947)

Heute erledigt man die Weihnachtseinkäufe in den vielen Läden der Innenstädte oder häufig auch online. Doch damals, 1947, wurden die meisten Weihnachtsgeschenke noch in eigener Arbeit während der Adventszeit hergestellt, wie die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland beschreibt. So ist beispielsweise die Rede von einem Familienvater, der mit einfachsten Mitteln einen Puppenwagen baut. „Ich wollte für meine Älteste einen Puppenwagen kaufen, aber im Laden kostete der 65 Mark (…) Das sind fast zwei Wochenlöhne, und die beiden Jungen sollen doch auch noch etwas kriegen“ (Neues Deutschland, 24.12.1947). Und so entstand aus einem alten Küchenbord, ein paar Nägeln und ein bisschen Farbe der Puppenwagen. Eine Mutter hat für ihr Kind ein eigenes Tierbilderbuch gezeichnet und geschrieben. Und eine andere Mutter hat sogar ein eigenes Dirndl angefertigt. Wahrhaft individuelle Geschenke der besonderen Art. Das Wichtigste an Weihnachten ist schließlich das Beisammen sein und den Kindern eine Freude zu bereiten. „Die langersehnte Stunde [am Heiligabend]: Die Lichter am Tannenbaum brennen, die Geschenke sind ausgebreitet, und die Eltern freuen sich am Glück ihrer Kinder.“ (Neues Deutschland, 24.12.1947).

Bildquelle: Neues Deutschland (24.12.1947)

Bildquelle: Neues Deutschland (24.12.1947)

Weihnachten als Friedensbringer (1947)

Das Weihnachtsfest ist eine Zeit des Innehaltens und des Friedens. Gerade im Jahr 1947 war diese weihnachtliche Stimmung von großer Bedeutung. Denn erst zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges herrschte noch viel Unsicherheit und man war noch immer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. „Schicksalswende Weihnacht 1947 – Licht in der Finsternis“ titelte die Allgemeine Zeitung (24.12.1947) am Heiligabend. Das damalige Weihnachtsfest war für die Menschen von großer Bedeutung: „(…) zu gleicher Zeit umfangen den glaubensüberzeugten Menschen wundersam tröstende Gedanken und Erkenntnisse.“ Auch der Papst Pius XII. richtete seine Weihnachtsansprache auf die Auswirkungen des Weltkrieges aus und betonte, dass die Menschheit zusammenhalten muss. „Pius XII. stellt fest, daß das Gemeinwohl über den privaten Interessen stehen müsse und betont die Notwendigkeit, die Gemüter zu beruhigen und sie durch Eintracht, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verstehen wieder zu gewinnen“ (Allgemeine Zeitung, 24.12.1947).

Bildquelle: Allgemeine Zeitung (24.12.1947)

Bildquelle: Allgemeine Zeitung (24.12.1947)

Der vorweihnachtlichen Stimmung der Adventszeit wohnt ein besonderer Zauber inne. Spätestens wenn am nächsten Sonntag die erste Kerze am Adventskranz brennt,  tauchen  wir bestimmt alle mit allen Sitten und Bräuchen in den besonderen Genuss der wundervollen Adventszeit ein.

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