Speyside – Die bekannteste Whisky-Region der Welt

Als Whisky-Fan habe ich mehrere Wochen in Schottland verbracht. Letzte Wochen habt Ihr bereits erfahren, wie Ihr den “richtigen” Whisky findet und was auf Jura und Islay zu finden ist. Jetzt geht unsere Schottland-Reise weiter…

Das goldene Dreieck von Schottland

Nachdem wir in den vergangenen Wochen die schottischen Inseln erkundet haben, kommen wir nun in die Region Speyside. Nach der unebenen und bergigen Landschaft im Norden und Westen Schottlands, wird Euch Speyside wie der “Himmel auf Erden” vorkommen!

Die nahegelegenen Orte Loch Ness und Balmoral lassen die Speyside-Region zunächst viel wilder erscheinen, als die Region eigentlich ist. Für die ruhigere und natürlichere Umgebung gibt es jedoch zwei Gründe. Zum einen ist der Wind an der Ostküste viel schwächer als an der Westküste. Zum anderen ist das Gebiet durch weniger Berglandschaften geprägt. Und so schlängelt sich der Spey-Fluss gemächlich durch die farbfrohe und idyllische Landschaft. Der Fluss gibt der Region auch schließlich ihren Namen: Speyside.

Speyside ist eine der bekanntesten Whisky-Regionen in Schottland. Innerhalb weniger Kilometer ist dort die höchste Dichte an Brennereien weltweit zu finden. Und darunter sind auch einige der bekanntesten Destillerien angesiedelt: Glenfiddich, Glenlivet, Glen Grant, Glenfarclas, Aberlour, Macallan, Strathisla, Tomintoul…

Die Auswirkungen des außergewöhnlich milden Klimas kann man vor allem in dem viktorianischen Garten der Brennerei Glen Grant beobachten. In dem Garten aus dem 19. Jahrhundert wachen riesige Rhabarber, mehrere Meter hohe Sträucher mit großen Blättern und Stängeln… Man hat das Gefühl, sich in einen exotischen Dschungel zu begeben.

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Riesen-Rhabarber bei Glen Grant

Eine weltbekannte Region

Wie auch die Region haben die Whiskys aus Speyside ihren ganz eigenen Charakter: erschwinglich, fruchtig, leicht und weich. So ist es nicht verwunderlich, dass die bekannten Blended – eine Komposition mehreren Whiskies – auch aus Speyside kommen. Johnnie Walker lässt bei Cardhu entwickeln, Chivas bei Strathisla, J&B bei Knockando.

Viele der bekannten Speyside-Brennereien werden nach und nach von größeren, internationalen Unternehmen übernommen. Vor kurzem ist beispielsweise Glen Grant in den Besitz des italienischen Konzerns Campari übergegangen. Zuvor gehörte die Destillerie dem Franzosen Pernod Ricard. Glenlivet, Aberlour und Strathisla sind bis heute noch im Besitz des Franzosen. Das Interesse von Pernod Ricard ist wenig überraschend, da die meisten Whisky-Trinker Franzosen sind.

Mit der enormen Vielfalt an Brennereien in Speyside bietet diese Region die idealen Bedingungen für Experimente und Neuheiten. So startete Benromach eine Produktionsreihe mit torfigen Whiskys aus Speyside. Eine weitere Innovation aus dem Hause Benromach: Ein reiner Bio-Whisky. Da Benromach von dem Abfüller Gordon & McPhail gekauft wurde, der vor allem für seine Vintage-Whiskys bekannt ist, darf man sich als Whisky-Fan wahrscheinlich auf weitere Überraschungen aus der schottischen Stadt Elgin freuen.

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Die Destillerie Benromach

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